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Der kürzeste Aufstieg zum Osser

Sattel - Osserwiese - Kleiner Osser - Großer Osser

Der günstigste Ausgangspunkt, welcher mit dem Auto noch erreichbar ist und den schnellsten Weg zum Osser bietet, ist der Wanderparkplatz "Sattel". Um ihn zu erreichen fahren wir im Ort Lam nach Richtung Lambach. Etwas versteckt, gegenüber vom Marktplatz in Lam, zweigt die schmale Straße von der Hauptstraße ab und nach nicht ganz 3 km führt eine geschotterte Straße nach rechts in den Wald hinauf. Die Abzweigung ist gut beschildert und liegt unmittelbar nach einem einzelnen Haus.
(49.21205, 13.05467)
Stetig bergauf treffen wir nach etwa 1200 m auf die Gabelung nach Maria Hilf, einer kleinen Wallfahrtskirche. Unser Ausgangspunkt ist jedoch noch weiter oben. Geradeaus und ca. 1800 m weiter stehen dann, bereits in 933 m Höhe ü.N.N. ausreichend Parkmöglichkeiten zur Verfügung.

Die Markierung La01, der Künische Grenzweg, wird uns bei der Wanderung begleiten. Ein steiniger Weg führt uns bald zu einem Brunnen mit eiskaltem Wasser.

Gegenüber befinden sind zwei markante Felsen mit eingemeißelten Figuren und Zeichen. Sie berichten von der Sage um den Teufelstritt. Vor langer Zeit stand auf dem Gipfel des Ossers eine Burg. Seine Seele hatte der Burgherr dem Teufel verpfändet um genügend Geld für seinen verschwenderischen Lebenswandel von ihm zu bekommen. Aber die fromme Frau des Ritters bekehrte ihren Gatten und er unternahm eine Wallfahrt. Als der Teufel seine Seele holen wollte fand er die Burg verlassen vor. Zornig sprang er den Berg hinunter und hinterließ mit seinem Huf einen Abdruck im Stein.

Wir überschreiten die Tausend-Meter-Marke, markiert durch einen glatt geschliffenen, beschrifteten weißen Quarzfelsen. Nach dem Queren einer breiten Forststraße, (km 0,7) steigt unsere Route steil an. An der Kreuzung mit einem weiteren, breiten Wirtschaftsweg (km 1,2), welcher linker Hand von Lambach herauf kommt, müssen wir uns entscheiden. Geradeaus weiter gelangen wir auf kürzestem Weg zum Großen Osser, schwenken wir nach Süden, geht es hinauf zur Osserwiese und wir treffen im weiteren Verlauf aber wieder auf die Strecke welche direkt nach oben führt.
Die Osserwiese ist immer einen Besuch wert und wir halten uns rechts. Auf der ehemaligen Weide, welche bis in die 1950er-Jahre bewirtschaftet war, ragen steile Glimmerschieferfelsen eindrucksvoll in den Himmel. Hat hier früher das Vieh die Fläche offen gehalten, verhindern heute Pflegemaßnahmen das Zuwachsen. So wird diese Kulturlandschaft und der Lebensraum seltener Tiere (z.B. Bergpieper) erhalten.
Der ganze Lamer Winkel liegt uns nun zu Füßen, die Aussicht ist phantastisch. Am oberen Rand der Wiese (km 1,9) müssen wir uns erneut entscheiden. Folgen wir dem Pfad weiter, erreichen wir auf kürzestem Weg den Gipfel des Großen Osser. Die andere Möglichkeit, einen Abstecher hinauf zum Kleinen Osser zu unternehmen, ist ebenso reizvoll. Gipfel oder nicht, beide Varianten treffen bei der Künischen Grenzkapelle wieder aufeinander (km 2,3). Sie wurde 1986 fertiggestellt und alljährlich am ersten Sonntag im August wird hier Osserkirchweih gefeiert. Ein paar Meter weiter kommt links der direkte Weg vom Parkplatz herauf, der uns weiter nach oben führt.
Nun ist es nicht mehr weit zum höchsten Punkt der Tour, das Gipfelkreuz grüßt uns schon von weitem. Die Wunden, welche hier Sturm Kyrill im Januar 2007 in den Wald geschlagen hat, werden noch viele Jahre brauchen, ehe sie verheilen. Die Hütte der Bergwacht Lam ist unsere letzte Station vor dem Gipfelanstieg. Auch die letzten, steilen 150 Meter, sind bald überwunden. Weit reicht nun der Blick vom Gipfel (km 2,7) hinüber zur Kette der acht Tausender, dem Kamm vom Kaitersberg bis zum Arber. Und hinein zu unseren Nachbarn, ins Böhmische. An sehr klaren Tagen erkennt man das Erzgebirge im Norden und im Süden den Großen Priel mit seinen 2515 Metern, dem höchsten Berg des Toten Gebirges im oberösterreichischen Traunviertel.
Das Osserschutzhaus, direkt an der Landesgrenze, lädt uns zu einer willkommenen Rast ein. (km 2,9)

Der erste Teil des Rückwegs ist mit dem Aufstieg identisch: an der Bergwachthütte vorbei und weiter bis zur Abzweigung zur Künischen Kapelle. Hier halten wir uns dann rechts und folgen dem breiteren Weg hinab. Nach ca. 750m treffen wir wieder auf die Aufstiegsroute, welcher wir zurück zum Ausgangsort Parkplatz "Sattel" folgen. (km 5,1)


Osser Dia-Show



Wanderreitkarte, Openstreetmap auf neuer Seite


Länge ca.: 5,1km
Summe Steigungen: 331m
Höchster Punkt: 1293m

GPX-Datei zur Route:
11_Sattelparkplatz-Osser.gpx





Die Routen wurden anhand verschiedener Daten erstellt, teils selbst erfasst, teils mit Hilfe freier Karten erstellt.
Sie können vom tatsächlichen Geländeverlauf abweichen und dienen nur als Anhalt.
Die Nutzung erfolgt auf eigene Gefahr.
www.waldberge.de übernimmt keinerlei Haftung für Inhalt und Richtigkeit der Beschreibung, der Karte und der GPX-Datei.



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