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Die Zeit nach den Glaubenswechseln in der Oberpfalz anhand der Geschichte
des Andre Kholb ( *1593 † 1657), Landsasse zu Geigant
entnommen aus dem Buch von Prälat Kraus
"Gleißenberg - ein Heimatbuch"
Hrsg. Pfarramt Gleißenberg, 1973
(mit freundlicher Genehmigung durch das Pfarramt Dalking, Herrn Pfarrer Baumgartner)



Ein sehr mächtiges Geschlecht in unserer Nachbarschaft war das der Schwarzenburger auf dem Schwarzwihrberg bei Rötz, das bereits in der Mitte des 11. Jahrhunderts urkundlich nachweisbar ist. Ferner saßen Ministerialen auf der Burg von Waldmünchen und auf der Burg der Geiganter. Die Burg der edlen Hausner war auf dem Burgstall bei Gleißenberg. Weitere Burgen waren in Darstein, Thanstein, Arnstein, Frauenstein, Reichenstein und Altenschneeberg.
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1509 verkaufte Heinrich von Guttenstein die Herrschaft Schwarzenburg - Rötz - Schloß und Stadt Waldmünchen (mit Gleißenberg) und alles, was dazu gehörte, an den pfälzischen Kurfürsten Ludwig von der Pfalz und seinen Bruder Friedrich von Amberg. Land und Leute waren diesem verschuldeten Mann ganze 41000 Gulden wert.
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Der Bruder und Nachfolger des Kurfürsten Ludwig, Friedrich II. (1544-1556), war lutherisch und begünstigte die neue Lehre.
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Damit begann die eigentliche "Reformation" (Protestantisierung) in der Oberpfalz.
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1556-1559 war Ottheinrich an der Regierung. Er betrieb mit aller Energie die neue Lehre und befahl sie auf dem Gesetzesweg, d.h. jeder mußte lutherisch werden.
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Nach Ottheinrich kam sein Vetter Friedrich III. zur Regierung (1559-1576) In seiner Jugend war er wohl katholisch, aber dann wurde er lutherisch und als Kurfürst erklärte er sich ganz für die Religion Kalvins. Nun mußte selbstverständlich auch das ganze Land seine Lehre annehmen und Kalvin huldigen.
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Dem kalvinischen Vater Friedrich III. folgte in der Regierung Ludwig VI. (1576-1583) . Er war religiös lutherisch eingestellt. Ludwig vertrieb die kalvinischen Prediger und ließ wieder Bilder in den Kirchen anbringen.
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Nach dem lutherischen Ludwig VI. kam der kalvinische Johann Kasimir an die Regierung (1583-1592). Nun mußte wieder alles kalvinisch werden.
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Bei der Eroberung und Besetzung der Oberpfalz durch die Truppen des Bayernherzogs Maximilian kamen mit dem Militär auch Jesuiten als Feldgeistliche in die größeren Städte. Erst von 1625 an nahmen die religiösen Verhältnisse der Oberpfalz eine andere Gestalt an. Maximilian selber war streng katholisch und die Religion seiner Untertanen lag ihm wirklich am Herzen. Nach der allgemeinen Anschauung der damaligen Zeit war es selbstverständlich, daß der neue Herrscher die Oberpfalz wieder der alten Religion der Väter, dem Katholizismus, zuführte.
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Am 14. März 1629 bekam der Pfleger (Anm.: von Waldmünchen) den Auftrag der Regierung:" Du sollst von ihm (Kholb) eine kategorische Erklärung fordern, ob er sich konvertieren wolle oder nicht, und im Falle, daß er sich nicht bekehre, so hast du mit ihm gleichwie mit einem anderen Ungehorsam der Instruktionen und ausgeloffenen Befehl gemäß zu verfahren" (Bischöfliches Zentralarchiv). Der Pfleger schreibt, Andre Kholb von Lixenried habe ohnehin eine von Jugend auf katholische Frau, auch die Kinder seien katholisch. - Die finanzielle Situation beim Landsassengut in Lixenried war recht brenzlich. Andre Kholb hatte das Gut von seinem Vater Oswald Kholb, der es um 6000 Gulden käuflich erworben hatte, bekommen. Darauf lasteten an Schulden gegenüber den Geschwistern 2600 Gulden, gegenüber seiner Stiefmutter 500 Gulden und gegenüber seinem Bruder Ludwig 500 Gulden. Von seiner Frau Maria Kholbin, geborene Amanin von Au staken im Gut 3300 Gulden. Somit überschritt die Summe der Schulden oder investierten Gelder in Höhe von 6900 Gulden den wirklichen Wert des Gutes um 300 Gulden. Kholb stellte die Regierung auf eine harte Probe. Bald gibt Maria Kholbin ein Gesuch ein, daß ihr Mann eine Aufenthaltsgenehmigung brauche, weil er das Hofmarksgut in Geigant kaufen wolle; bald soll er zur Erntezeit kommen, dann wieder ist ein "Traidschütt" notwendig, dann sollen Bauschäden behoben werden. Kholb kauft schließlich in aller Seelenruhe das Gut in Geigant und übergibt es sicherheitshalber seiner Frau (1633). 1639 verkauft Andre Kholb das Landsassengut Lixenried an Wilhelm Balthasar Kirmeith.
Der Pfleger muß sich der Regierung gegenüber sogar verteidigen wegen seiner Lässigkeit gegenüber Andre Kholb. In seinem Verteidigungsschreiben bringt er 1633 folgende Angaben: Ab und zu ist Kholb etliche Tage da, was wirklich notwendig ist, denn seine vier (katholischen) Kinder sind noch klein und die Zeiten sind gefährlich, "wegen der Durchzüge des streifenden Volkes". Dazu ist er der katholischen Religion nicht abgeneigt, denn er "gebraucht außer der Kommunion" und wie ihm sein Pfarrer (wohl Balthasar Kurz) Zeugnis gibt, daß in der Zeit, wann er heimkommt, an Feiertagen den Gottesdienst fleißig besucht. Auf Veranlassung seiner Frau hat er zwei Casel (Meßgewänder) von Seidenstoff in die Pfarrkirche von Gleißenberg gegeben. Er widerspricht nicht, daß er einmal die katholische Religion annehmen werden, aber " ehender und zuvor besser informiert sein wolle". Zu diesem Zweck "conversiert" er oft mit umliegenden Geistlichen. Den Jesuitenpater Zenger in Regensburg hat Kholb besucht und dabei kam es soweit, daß er versprochen, bei ihm die erste Beichte abzulegen. Darum sei er bisher geduldet worden. Andre Kholb schreibt selber an den Kurfürsten: Man wisse doch, wie es bei diesen immerwährenden Durchzügen hergehe, bei denen keine Frauenperson verschont werde und er sei verpflichtet, seiner Frau in ihrem Leid beizuspringen. Bei so einem Durchzug habe sie sich trotz der großen Kälte nicht getraut, daheim zu bleiben, sondern sei wegen der Soldaten mit den Kindern in den Wald. Er habe doch bei der Trauung ... Liebe und Treue versprochen. Wohl wisse er um den vom Kurfürsten gestellten Termin von 6 Monaten, in dem man sich entweder zur katholischen Religion bequemen oder innerhalb dieses Zeitraumes wegziehen solle. Inzwischen aber haben sich solche Kriegsgefahren ereignet, daß die Ehre der Frau und das Vermögen auf dem Spiele stehe. Er mußte doch seine Frau wegen der Gefahren der streifenden Reiter und des marschierenden einlogierenden Kriegsvolkes beschützen.
Maria Kholbin schreibt selber an den Kurfürsten. In diesem Schreiben ist die Rede von marschierendem und einlogiertem Kriegsvolk zu Roß und zu Fuß, das besonders auf dem starken Paß zu Waldmünchen aus nach "Behamern" auf dem Wege sei. Oft sei sie in äußerster Gefahr gestanden und habe bei tiefem Schnee mit den Kindern aus dem Haus laufen und sich in den Wald unter den Felsen verbergen müssen, um sich vor den streifenden Reitern zu sichern, die das Land ruinieren und ausplündern. Sie traktieren die Leute sehr übel, schlagen viele Mannspersonen zu Boden oder schießen sie nieder. Auch mit den "Weibsbildern" gehen sie übel um. Väterlich entscheidet am 20. Oktober 1633 der Kurfürst, daß Kholbs Weib und Kinder einen Schutz brauchen angesichts der gegenwärtigen feindlichen Gefahren und bei diesen Durchzügen und "Straifereien". Außerdem habe er zur Kenntnis genommen, daß Kholb kein Ärgernis gebe wegen der Religion und Gottesdienst sondern vielmehr zur Conversion eine Hoffnung sei, zumahl Frau und Kinder katholisch seien. Es wird genehmigt, daß sich Kholb solange die Gefahr des Feindes, der Durchzüge und "Straifereien" in dieser Gegend bestehen, zeitweilig zu Hause aufhalte, vorausgesetzt, daß er kein Ärgernis gebe und keine heimliche Korrespondenz oder Praktiken unterhalte. Widrigenfalls aber würden Strafen über ihn verhängt.
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Am 4. November 1633 eroberte der schwedische General Berhard von Weimar Regensburg. Während bis dahin unseren Gegend vor den Schrecken des 30-jährigen Krieges einigermaßen verschont geblieben war, ...,
ergossen sich von da an die verschiedenen Korps der schwedisch-weimarischen Truppen über den Bayerischen Wald. Am 18. November 1633 wurde Cham und dann Furth erobert. Die Schweden nahmen den Markt Neukirchen b. hl. Blut, brannten das Pflegeschloß und mehrere Häuser nieder. Der schwedische Oberst> George Christoph Taupadell gestattete seinen Truppen gewissenlos alle Plünderungen der ganzen Umgebung. Die Leute hießen ihn darum den "Raubbartl".
Es mag manche gegeben haben, die anfänglich vom Anmarsch der Schweden von Regensburg her gar nicht ungern hörten, gaben sich doch die Schweden als Beschützer des Protestantismus aus und manche liebäugelten vielleicht doch noch mit dem alten Glauben. Sie wurden bald eines Besseren belehrt, als die Schweden wirklich kamen. Sie raubten, was ihnen unter die Hand kam. Alles konnten sie brauchen, Fourage für die Soldaten und ihr Gefolge, Futter für die Pferde und erst recht Geld für sich und den Beutel der Offiziere.
Schon zu Beginn der traurigen Schwedenzeit taucht der Name Andre Kholb auf. Am 17. April 1634 mußte Kholb in Furth im Wald unter dem Verdacht des Verrates in Haft genommen werden. Albrecht Nothaft v. Wernberg schreibt an die Regierung, Kholb habe in Furth große Freude gezeigt, weil der Feind ins Land gekommen. Jauchzend sei er über Tisch und Bänke gesprungen und habe der Bürgerschaft Spottreden angehängt. Als der schwedische Feind nach Cham gekommen, habe er sich mit zwei Pferden bei ihm eingestellt und in Rötz und anderen Orten habe er Quartier genommen wie die feindlichen Reiter. Zu Arnschwang habe er aus dem Schloß das Vieh und anderes wegnehmen helfen. Er habe sich zu Spottreden verstiegen, die Leute sollten doch das Kreuz wegtun, das gelte jetzt nicht mehr, denn Wallenstein werde mit vielen Soldaten zu ihnen (den Feinden) stoßen. Bei der Inhaftnahme des Andre Kholb in Furth wird aus den damaligen Aussagen folgendes konstantiert: Kholb bekennt sich zur lutherischen Religion, ist 1593 geboren und ist bei seiner Verhaftung 41 Jahre alt. Das Landsassengut in Geigant hat er von Hans v. Rhein um 9000 Gulden gekauft, davon ist er noch 6300 Gulden schuldig. Seine Frau Maria Kholbin befindet sich zu Waldmünchen todkrank und hat vier Kinder bei ihr. Die besten Sachen hat sie in drei Tücher verpackt und in Waldmünchen untergebracht, alles andere sei weggenommen worden. Dann gibt Kholb bei seinem Verhör folgendes an: Als der Feind (die Schweden) nach Cham gekommen waren, habe ihn vier Wochen später Hauptmann Schindler dorthin geschickt. Er sei wohl in die Stadt hineingekommen, sei aber ohne Paß nicht mehr herausgekommen. Der schwedische Oberst George Christoph habe von Kholb verlangt, daß er in seinen Dienst treten soll, wenn nicht, dann wolle er ihm seine Pferde abnehmen. Schließlich habe Kholb durch einen Fürsprecher einen Paß nach Lixenried bekommen. Als ihn die Kroaten gesucht, habe er und seine Frau aus dem Hause in den Wald gemußt.
Der Weg der Schweden führte von Furth nach Waldmünchen über Gleißenberg. ... Waldmünchen wurde von den Schweden nach dreitägiger Belagerung genommen. Die Kirche auf dem Bleschenberg, zu der die ganze Umgebung von Geigant gehörte, wurde zerstört. Noch heute sind die Grundmauer der Kirche deutlich zu sehen. Sie rühren ohne Zweifel von der Kirche her, deren Zerstörung durch die Schweden Pfarrer Prümbs in seinem Salbuch von Gleißenberg ... berichtet: ... Die Kirche von Geigant war auf einem hohen Berg gelegen (Bleschenberg 603m); sie wurde von den Schweden 1634 von Grund aus zerstört. Es unterliegt kein Zweifel, daß sich die benachbarte Bevölkerung beim Anmarsch der Schweden hinter die Kirchenmauern geflüchtet hat. Wäre das Gotteshaus nicht verteidigt worden und hätten sich die Schweden dort nicht Beute erhofft, hätten sie an und für sich keine Ursache gehabt, den Berg zu erstürmen und die Kirche zu zerstören. Jedenfalls haben sie die Flüchtlinge niedergemacht und sie ihrer Habseligkeiten beraubt.
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Die Leute flohen vor den Schweden mit ihren Habseligkeiten und ihrem Vieh in die Wälder. Die Soldaten des Taupedell lockten die Versprengten aus ihren Verstecken, in dem sie hineinschrien: Wastlo, Hanso, Nandlo, kommts assa! D´Schwedn san scho wieder furt! Dann erfuhren die armen Menschen zu ihrem Schrecken was es hieß, in die Gewalt der Schweden zu kommen.
Der Franziskaner P. Ketterer schreibt von den teuflischen Grausamkeiten der Schweden: Die Menschen verbargen sich vor den Schweden in Hütten und Höhlen. Die Einwohner flohen in die Wälder: Kinder ohne Eltern und Eltern ohne Kinder, alte Leute, Frauen mit Säuglingen usw.. die armen Flüchtlinge schleppten ihre Habseligkeiten auf den Schultern, auf Karren und allerlei Wagen in die Waldungen hinein. Entsetzliche Martern hatten die Armen zu erdulden, die den Soldaten in die Hände fielen. Eine der häufigsten Martern war der "schwedische Trunk". Dieser bestand darin, daß sie einem Menschen die Hände auf den Rücken zusammengebunden und ihn rücklings auf den Boden warfen. Dann ergriffen sie einen Besenstiel oder sonst einen zwei Daumen dicken Prügel, steckten ihn in den Mund des zu Boden gestreckten Menschen und nicht selten mit einer solchen Wut, daß sie ihm, wenn er sich sträubte, die Zähne zerbrachen. Während ihm nun das Holz so im Munde stak, nahmen sie Wasser oder Bier oder Urin oder sonst etwas Flüssiges, wie es ihnen in die Hand kam, leiteten es neben dem aufrecht stehenden Holz in den Mund und Schlund des Hingestreckten, ließen es unausgesetzt und in einem solchen Übermaß hineinrinnen, bis der Mensch wie ein Wassersüchtiger aufschwoll und zu ersticken schien. Dann zogen sie ihm das Holz heraus, sprangen auf seinen geschwollenen Bauch bis das eingegossene Getränk aus dem Mund wie aus einer Wasserröhre, häufig mit Blut vermengt, hervorquoll.
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Andre Kholb v. Rheindorf hat seinen Kopf durch alle Gefahren des Krieges heil hindurchgebracht. Oftmals, bis 4. September 1646, häufen sich seine Gesuche um Einreiseerlaubnis ins Bayernland wegen Feldarbeit, Erntearbeiten oder Wendungen von Baufällen. Sein Aufenthaltsort ist entweder Lixenried oder Geigant.
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wurde 1650 eine offizielle Pfarrbeschreibung an das Consistorium (Ordinariat) mit folgenden Angaben gemacht:
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Die Pfarrei Gleißenberg mit Geigant zählt 772 Pfarrkinder, darunter sind 482 Kommunikanten und 290 Kinder (Kinder bis 12 Jahre einschließlich).
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Lutherischer Religion sind: Andre Kholb und eine Magd, ferner der Schäfer zu Löwenthall zu Lixenried. ...
Keinen Zehent gibt andre Kholb zu Geigant. Ferner vernahm ich, daß früher ein Schulhaus (Mesnerhaus) gewesen ist, das Andre Kholb an sich gezogen und verkauft hat. Allda sind auch Häuser, die der Kirche einen jährlichen Zins schuldig sind, die aber, weil sie nicht bewohnt sind, auch der Edelmann (Kholb) eingezogen hat. Von ihm kann auch nichts eingebracht werden, weil kein Kirchenprobst da ist, der das einfordern und für die Kirche verrechnen würde.
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Am 13. Oktober 1653 bekommt Johann Adam Weygl, Pfleger von Waldmünchen, den Auftrag zu berichten, ob noch "Unkatholische" in seinem Bezirk leben. am 20. Jenner 1654 macht er Bericht, daß nach genauer Nachforschung "alle Bürger und Pauern" sich zum katholischen Glauben bekennen, "ainig und allein Andre Kholb v. Raindorf, Landsasse von Geigant" ist nicht katholisch. Er ist nicht von der Religion abgefallen, sonder von Geburt an "gueth verstockt luderisch" geblieben. Im Oktober 1654 schreibt Johann Adam Weygl an den Kurfüsten, daß Kholb nicht eingegangen sei. Er sagt, "daß er von Vattern und Mutter her" lutherisch geboren sei und schon mit einem Fuß im Grabe stehe, wolle er in seiner Religion die kurze Zeit zubringen und sterben".
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Andre Kholb ist am 17. März 1657 gestorben.
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