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Zwirenzel - vergletschert?
Schreiben von Prof Dr. Dietrich Manske
Institut für Geographie an der Universität Regensburg


Eiszeitrelikte im Sinne von Gletscherablagerungen und glazialem Formenschatz
gibt es rund um Waldmünchen und am Zwirenzel bei Geigant nicht.
Der Oberpfälzer Wald erreicht nicht die Höhen, welche während der Eiszeit permanent
mit Eis und Schnee bedeckt waren, so dass sich in den Talkerben hätten Gletscher
bilden können.
Das Zwirenzel ist mit seinen knapp 700 m viel zu niedrig, um während der Würmeiszeit
in den Bereich der Schneegrenze, die damals etwa bei 1000 m lag, zu reichen.
Glazialer Formenschatz findet man bei uns nur über rund 880 m über NN dann,
wenn diese Zonen mindestens um 400m und mehr überragt werden,
also beispielsweise um den Großen Arbersee oder über dem Kleinen Arbersee
mit den Arberhängen und den Seewänden.
Der längste und größte Gletscher im Bayerischen Wald war zwischen
Kleinem Rachel und Großem Falkenstein.
Er erreichte eine Länge von über 7 km und endete dort, wo heute der
Trinkwasserspeicher bei Frauenau endet.

Die Gneise und Granite neigen tatsächlich zur Abrundung durch Verwitterung.




Verwitterter Gneis am Zwirenzel



Eis-Schliff oder Verwitterung ?