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Trinkwasserspeicher wird 40
Artikel aus der Kötztinger Zeitung vom 16.11.2009
(Veröffentlichung mit freundlicher Genehmigung der Kötztinger Zeitung, J. Hirtreiter)



Neuerner Stausee feiert dieser Tage Geburtstag Etwa drei Kilometer südlich von Neuern steht zwischen Hammern (Hamry) und Freihöls (Stará Lhota) eine Staumauer riesigen Ausmaßes. Aufgestaut wird hier die Angel, die tschechische Úhlava, deren Quellgebiet sich auf dem Bergrücken des Panzers (Pancíř) erstreckt. Dieser Neuerner Stausee feiert dieser Tage seinen 40. Geburtstag. Die Bauarbeiten zu diesem gigantischen Projekt begannen im Jahre 1964. Der Probebetrieb lief im Juli 1969 an. Es handelt sich dabei um einen begrünten Erdschüttdamm, die aus Stahlbeton bestehende Staumauer ist 320 Meter lang und erreicht auf der fünf Meter breiten Krone eine Höhe von 35 Metern. Das Staugebiet hat eine Ausdehnung von 141 Hektar und kann über 20 Millionen Kubikmeter Wasser fassen. Die Notwendigkeit des Baues bestand in der Wasserversorgung der Stadt Pilsen. Die Aufstauung der Angel reicht dazu für die Herstellung des größten Teils des Trinkwassers für die Kreise Taus und Klattau. Zur Stromerzeugung zählt heute ein Wasserkraftwerk, durch dessen Turbinen elf Kubikmeter Wasser pro Sekunde fließen. Der sich herrlich ins Landschaftsbild einfügende Stausee dient auch zur Rückhaltung von Hochwasser. "Schon jetzt lassen wir mehr Wasser ab, um eine größere Aufnahme nach der Schneeschmelze im nächsten Frühling zu erreichen. Einen Schutz gegen ein Jahrhunderthochwasser wie im Jahre 2002 kann der Stausee jedoch nicht bieten. Würde man das ganze Wasser des Staudammes bei maximaler Geschwindigkeit ablassen, würde dies etwa einen Monat dauern. Würde man den leeren Stausee mit normaler Einlaufgeschwindigkeit füllen, würde man dafür ein ganzes Jahr benötigen", erklärte der für die Stadt Neuern arbeitende Deichwärter Jiri Karasek.




Trinkwasserspeicher Nýrsko