Der kürzeste Aufstieg zum OsserVom Sattel zum OsserDer günstigste Ausgangspunkt, welcher mit dem Auto noch erreichbar und den schnellsten Weg zum Osser bietet, ist der Wanderparkplatz "Sattel". Etwas versteckt zweigt die Straße in Lam, gegenüber vom Marktplatz, ab, welche nach Richtung Lambach führt und nicht ganz 3km sind es, bis eine geschotterte Straße nach rechts hinaufführt. Die Abzweigung ist leicht zu übersehen und liegt unmittelbar nach einem einzelnen Haus. Stetig bergauf treffen wir nach etwa 1200m auf die Gabelung nach Maria Hilf, einer kleinen Wallfahrtskirche. Unser Ausgangspunkt ist jedoch noch weiter oben. Geradeaus und noch ca. 1800m weiter stehen dann, bereits in 933m Ü.N.N, ausreichend Parkmöglichkeiten zur Verfügung. ( Die Strecke bis zum Gipfel deckt sich mit einem Teil der Wegbeschreibung "Einsames Grenzgebirge. Von Lam über den Osser zum Tanneneck" ) Die Markierung L1 wird uns nun bei unserer Wanderung begleiten. Der zunehmend steinige Weg führt uns bald zu einem Brunnen mit eiskaltem Wasser. Gegenüber sind zwei markante Felsen mit eingemeißelten Figuren und Zeichen aufgestellt. Sie berichten von der Sage um den Teufelstritt. Vor langer Zeit hatte der Burgherr vom Osser seine Seele dem Teufel verpfändet um genügend Geld für seinen verschwenderischen Lebenswandel von ihm zu bekommen. Der frommen Frau des Ritters gelang es ihren Gatten zu bekehren und er unternahm eine Wallfahrt. Als der Teufel seine Seele holen wollte fand er die Burg verlassen vor. Vor lauter Zorn sprang er hinunter und hinterließ mit seinem Huf einen Abdruck im Stein.
Wir überschreiten die Tausend-Meter-Marke und nach dem Queren einer breiten Forststraße, (km 0,7) steigt unser
Weg steil an. An der Kreuzung mit einem weiteren, breiten Wirtschaftsweg (km 1,2), welcher linker Hand von Lambach
herauf kommt, müssen wir uns entscheiden. Geradeaus weiter gelangen wir auf kürzestem Weg zum Großen Osser, schwenken wir
nach Süden, gehts hinauf zur Osserwiese und wir treffen im weiteren Verlauf aber wieder auf den Weg welcher
direkt nach oben führt.Die Osserwiese ist jedoch immer einen Besuch Wert und wir halten uns rechts. Hat früher hier das Weidevieh die Fläche offen gehalten, wird sie heute durch Pflegemaßnahmen erhalten um seltenen Tieren wie z.B. dem Bergpieper, diesen Lebensraum zu sichern. Der ganze Lamer Winkel liegt uns nun zu Füßen, die Aussicht ist phantastisch. Am oberen Rand der Wiese (km 1,9) müssen wir uns erneut entscheiden. Folgen wir dem Pfad weiter, erreichen wir auf kürzestem Weg den Gipfel des Großen Osser. Die andere Möglichkeit, einen Abstecher hinauf zum Kleinen Osser zu unternehmen ist ebenso reizvoll. Gipfel oder nicht, beide Varianten treffen bei der Künischen Grenzkapelle wieder aufeinander (km 2,3). Sie wurde 1986 fertiggestellt und alljährlich am ersten Sonntag im August wird hier Osserkirchweih gefeiert. Ein paar Meter weiter treffen wir auf den direkten Weg vom Parkplatz. Nun ist es nicht mehr weit zum höchsten Punkt der Tour.
Das Gipfelkreuz grüßt uns schon.
Die Wunden die hier Sturm Kyrill im Januar 2007 in den Wald geschlagen hat, werden noch viele Jahre brauchen,
ehe sie verheilt sind. Die Hütte der Bergwacht Lam ist unsere letzte Station vorm Gipfelanstieg. Die letzten 150m
haben es noch mal in sich. Weit reicht der Blick vom Gipfel (km 2,7) hinüber zur Kette der acht Tausender, dem Kamm
vom Kaitersberg bis zum Arber. Und ins Böhmische. An klaren Tagen bis nach Pilsen und manchmal sogar bis zum Erzgebirge.
Das Osserschutzhaus lädt uns zu einer willkommenen Rast ein.
Weitere Fotos vom Osser finden Sie unter anderem im Bilderbuch |