Kyrill - Tod oder ChanceIn der Nacht zum 19.01.07 fegte der Sturm Kyrill mit bis zu 216 km/h (gemessen auf der Schneekoppe) über Europa hinweg. Bei Windgeschwindigkeiten von 180 km/h entsteht ein Druck von 80 kg auf den Quadratmeter und es wird schwierig sich auf den Beinen zu halten, bzw. die Wurzeln im Boden. Allein in Bayern entstanden rund 4 Millionen Festmeter Sturmholz. Im Naturpark Oberer Bayerischer Wald sind vor allem die Bereiche Osser, künisches Gebirge und Zwercheck betroffen. Während im Nutzwald versucht wird, durch rasche Aufarbeitung des Bruchholzes, die Ausbreitung des Borkenkäfers zu verhindern, sieht man im den angrenzenden Nationalparken Bayerischer Wald und Šumava eine Chance. Der aufgerissene Boden bietet gute Voraussetzungen für das entstehen eines natürlichen Waldes. Das entstandene Totholz schützt die jungen Bäume vor der rauen Witterung, vor Verbiss und bietet mit zunehmender Zersetzung Nährstoffe für die jungen Pflanzen. So bleiben im Nationalpark Bayerischer Wald die Windwurfflächen um den Lackaberg und südlich davon sich selbst überlassen. Gilt´s zu hoffen, daß das Konzept aufgeht und die noch grünen Wälder im Naturpark Oberer Bayerischer Wald, Český Les und Teilen des Šumava einen vielleicht nicht ganz so radikalen Umbau wie im Nationalpark Bayerischer Wald (letzten beide Bilder) erfahren. Wenngleich auch hier die Natur die Oberhand behalten wird, jedoch der Anblick wirklich ernüchtert.
Osser 13.05.07
Osser 13.05.07
Osser 13.05.07
Osser 13.05.07
"Gedenkstein" nahe dem Ossergipfel
Zwercheck 18.05.07
Zwercheck 18.05.07 der Sturm mach vor keiner Grenze halt, in der Bildmitte einen Grenzpfosten
Rachelsee 13.04.07
Vom Rachel zum Lusen 13.04.07 siehe hierzu auch: Nationalpark-Bericht Heft 3/2006 Hochlageninventur 2005 und Luftbildauswertung 2003 bis 2005 |